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Erzeugung von Ökogas

Bei der Verarbeitung von Zuckerrüben entstehen Restströme wie z. B. Rübenspitzen und Blattreste. Diese Ströme wurden in der Vergangenheit zu einem Kompostierer gebracht. Dabei ist es jedoch vorteilhafter, den Energiewert dieser Ströme dadurch zu nutzen, indem man diese pflanzlichen Restströme gleich vor Ort vergärt. Bei der Gärung bildet sich Biogas, wobei sämtliche wertvollen Mineralien im Restmaterial als Gärrückstand übrig bleiben. Dieser Gärrückstand wird in der Landwirtschaft als Dünger eingesetzt. Auf diese Art und Weise schließt sich zudem ein Mineralienkreislauf. Dies ist gut für die Bewahrung eines gesunden Boden und ist ein schönes Beispiel für das Schließen von Kreisläufen, durch eben einen Kreislaufprozess, vor Ort.
 
In jeder Anlage werden jährlich ca. 100.000 Tonnen an pflanzlichem Restmaterial verarbeitet. Diese pflanzlichen Rohstoffe stammen zu einem großen Teil aus dem eigenen Prozess, können jedoch auch Restströme aus anderen Unternehmen aus der Landwirtschaft und Nahrungsmittelbranche sein, wie z. B. Produkte aus der Kartoffeldampfschälung, Cigarant oder Schneideabfall, der bei der Verarbeitung von Gemüse entsteht.
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Das sich beim Gärungsprozess bildende Biogas enthält weniger Methan als Erdgas und muss, bevor es als Ökogas in das öffentliche Gasnetz eingespeist werde kann, aufbereitet werden. Auch dies ist ein Teil der Erzeugung von Ökogas bei Suiker Unie. Das erzeugte Ökogas wird an BioMCN verkauft.
Wenn alle Anlagen auf volle Leistung laufen, speist Suiker Unie jährlich gut 30 Mio. Kubikmeter an Ökogas in das Netz ein. Damit ist Suiker Unie einer der größten Erzeuger von nachhaltigem Gas in den Niederlanden.
 
Suiker Unie sieht auch effizientere Möglichkeiten darin, um überschüssigen Presspulp dadurch zu nutzen, indem es nicht getrocknet, sondern vergärt wird. Das Trocken von Presspulp ist sehr energieaufwändig. Die Gärung hingegen erzeugt Energie. Siehe auch den nachstehenden Filmclip: