Erfolgreicher Abschluss einer langen Kampagne

30.1.2012

Heute, am 30. Januar 2012 endet die längste Rübenkampagne der Zuckerfabrik Anklam. Basis dafür war eine Rekordernte von 64 Tonnen Rüben je Hektar und einem Zuckerertrag von 11,5 t/ha. Dies liegt noch über dem bisherigen Rekord von 11,3 t/ha in 2009. Damit konnten alle Rüben ohne Schäden verarbeitet werden – dazu hatte sich die Fabrik bereits sehr
frühzeitig bekannt und ist jetzt natürlich stolz, dieses Ziel erreicht zu haben.

Diese Leistung wurde durch eine gemeinsame Anstrengung der gesamten Belegschaft in Zusammenarbeit mit den bewährten Kampagnekräften, den Dienstleistungspartnern und nicht zuletzt mit den Rübenanbauern ermöglicht. Die Geschäftsleitung bedankte sich bei allen, die diese Kampagne zu einem guten Abschluss gebracht haben und dabei Hervorragendes geleistet haben.

Insgesamt betrug die Erntemenge mehr als 1,4 Millionen Tonnen Rüben, daraus wurde eine Zuckermenge von 235.000 t erzeugt. Bei der Verwertung kann die Zuckerfabrik Anklam auf die Zuckerquote und das Ethanolwerk setzen. Letzteres nimmt auch die Übermengen auf, die aus der großen Ernte angefallen sind, soweit dafür nicht andere Verwertungsmöglichkeiten gefunden werden.
Hierfür kommt in erster Linie die Bewerbung um zusätzliche Konsumzuckerfreigaben sowie um Lizenzen für den Zuckerexport in Betracht. In beiden Fällen läuft die Mengenzuteilung über Antragsverfahren bei der EU.

Aus Sicht der Fabrik wird die jetzt abgeschlossene Kampagne etwas getrübt durch den Turbinenausfall, der zu einem Millionenschaden geführt hat. Nicht zuletzt hatte sich die Geschäftsleitung angesichts der erheblichen Leistungseinschränkungen in den Monaten September und Oktober dazu entschlossen, ca. 80.000 t Rüben in einer Zuckerfabrik in Sachsen-Anhalt im Werklohn verarbeiten zu lassen.

Sehr gut war dagegen die stabile Fahrweise über viele Wochen bis zum Ende der Kampagne, wobei hier die hohe Leistung, die Verfügbarkeit der Anlagen, aber auch die Qualität der angelieferten Rüben selbst nach 20 Kampagnewochen hervorzuheben sind.
 

Die Arbeit in der Fabrik hört mit dem Ende der Rübenverarbeitung nicht auf. Vielmehr geht es ohne Unterbrechung weiter mit der sog. Grobreinigung, die in diesem Jahr erstmals im Schichtbetrieb durchgeführt wird. Und anschließend beginnen die Reparaturphase und die Vorbereitung der Zwischenkampagne, in der Anfang April die noch fehlende Zuckermenge
aus eingelagertem Dicksaft hergestellt wird.