Pressemitteilung

3.5.2018

Die von der Suiker Unie GmbH & Co. KG beim Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt

Vorpommern eingereichten Anträge auf Erteilung eines Vorbescheides und einer ersten

Teilgenehmigung für die wesentliche Änderung der Zuckerfabrik und für die Einleitung von

gereinigtem Wasser sind seit dem 30.04.2018 öffentlich ausgelegt. Die öffentliche

Bekanntmachung erfolgte am 23.04.3018.
 

Die erste Teilgenehmigung umfasst die wesentliche Änderung der Zuckerfabrik durch Erhöhung

der Produktionskapazität und Verlängerung der Kampagnezeiten. Dieses Vorhaben wird begleitet

von weiteren Geruchsminderungsmaßnahmen. Mit dem Vorbescheid soll über einzelne

Genehmigungsvoraussetzungen weiterer Maßnahmen Klarheit geschaffen werden. Diese werden

nach Erteilung des Vorbescheides im Rahmen einer zweiten Teilgenehmigung realisiert werden.

Hierzu zählt insbesondere die Umstellung der Teichwirtschaft auf eine Direktabscheidung der

Rübenerde aus dem Rübenwaschwasser (sog. Aktive Entwässerung). Damit soll zukünftig

weitgehend auf die Absetzteiche verzichtet werden. Hierdurch werden auch potenzielle

Versickerungen weitestgehend vermieden. Die Kapazitätserhöhung dient der Standortsicherung

unter den neuen verschärften Wettbewerbsbedingungen nach dem Auslaufen der Zuckerquote. Die

Zuckerfabrik Anklam wird mit Investitionen in Höhe von rund 62 Millionen Euro zu einer der

modernsten Zuckerfabriken in Europa weiterentwickelt.
 

Mit der Kapazitätserweiterung wird die Erhöhung der bislang genehmigten Einleitmenge von

gereinigtem Rübenwaschwasser erforderlich. Dieses während des Herstellungsprozesses

entstehende Abwasser wird wie bisher zusammen mit dem am Standort anfallenden verschmutzten

Niederschlagswasser in der betriebseigenen Abwasserbehandlungsanlage gereinigt und in die

Peene eingeleitet. Der Antrag auf Erteilung der hierfür erforderlichen wasserrechtlichen Erlaubnis

ist gleichzeitig mit dem Erweiterungsantrag ausgelegt.