Umwelt und Gesellschaft

Eine gute Balance zwischen Nachhaltigkeit und Rendite ist von entscheidender Bedeutung. Wir sind ständig auf der Suche nach den nachhaltigsten Optionen, wie beispielsweise der Nutzung von natürlichen Ressourcen, der Energieeinsparung, der effizienteren Arbeitsweise und der Reduzierung von Emissionen. Und damit zu einer Kreislaufwirtschaft beizutragen. Durch die erhöhte Verfügbarkeit regenerativer Kraftstoffe in Form von Ökogas aus pflanzlichen, bei der Zuckerproduktion freiwerdenden Restströmen, leisten wir hier einen wichtigen Beitrag.
Suiker Unie ist der größte Hersteller von Ökogas in den Niederlanden.

Seit 2012 nimmt Suiker Unie an EcoVadis teil, wo wir auch in diesem Jahr wieder Gold gewonnen haben. Suiker Unie beteiligt sich auch am CDP.

Energieeinsparungen in der gesamten Kette

Bereits seit Jahren erzielt Suiker Unie beträchtliche Erfolge bei der Senkung ihres Energieverbrauchs. Die Zuckerfabriken in Dinteloord und Vierverlaten gehören zu den größten und energieeffizientesten rübenverarbeitenden Fabriken in Europa. Suiker Unie hat sich zum Ziel gesetzt, im Jahr 2020 pro Tonne Zucker eine Energieeinsparung von 50 % im Vergleich zum Referenzjahr 1990 (Unterzeichnung des Kyoto-Protokolls) zu erzielen. Mittels der großen Investitionen, wie z. B. in mehrstufige Verdampfung und Thermokompression, jedoch auch mithilfe der kleineren Initiativen wie z. B. der Verwendung von LED-Lampen sind wir auf einem guten Weg, dieses Ziel tatsächlich zu erreichen.

Im Jahr 2016 wurde Suiker Unie vom niederländischen Wirtschaftsministerium mit dem Energy Award ausgezeichnet. Beide Zuckerfabriken verfügen über eine Kraft-Wärme-Kopplungsanlage, die effizient Wärme und Strom gleichzeitig an einem Motor erzeugt.

Nicht nur in der Fabrik wird an der Energieeinsparung gearbeitet, sondern auch in der gesamten Kette. So ist uns zum Beispiel sehr daran gelegen, die Anzahl an Kilometern zu reduzieren, die für den Transport der Zuckerrüben und unserer Endprodukte erforderlich ist. Daneben wird weitestmöglich nachhaltiger Kraftstoff in Form von CNG verwendet. Dies leistet einen Beitrag zur Senkung unseres CO2-Fußabdrucks.

 

Emissionen

Bij de productie van suiker komen emissies zoals koolstofdioxide (CO2) en stikstofoxiden (NOx) vrij. Deze ontstaan door aardgas te verbranden in de stoomketels en pulpdrogers. Daarnaast komt ammoniak (NH3) vrij bij een aantal ontluchtingen en het koelen van proceswater. Ook kan er stof ontstaan bij het drogen van geperste pulp en het drogen en koelen van suiker.

Bei der Herstellung von Zucker werden Emissionen wie Kohlendioxid (CO2) und Stickoxide (NOx) freigesetzt. Diese entsteht durch die Verbrennung von Erdgas in den Dampfkesseln und Pulptrocknern. Darüber hinaus wird bei der Entlüftung und bei der Kühlung von Prozesswasser Ammoniak (NH3) freigesetzt. Ebenfalls kann es bei der Trocknung von gepresstem Pulp und dem Trocknen und Kühlen von Zucker zu Staubbildung kommen.

Die Brenner der Kesselanlagen wurden in den Jahren 2015 und 2016 angepasst, um die sehr strengen Anforderungen in Sachen NOx zu erfüllen. Des Weiteren wurde 2016 in der Fabrik in Vierverlaten eine Großinvestition in eine Anlage zur Kondensierung von Ammoniak in eine Anzahl an Prozessdämpfen getätigt, wodurch die Emissionen in die Luft nahezu eliminiert wurde. Das Ammoniak wird kondensiert und über die Kläranlage aus dem Prozesswasser gereinigt. Diese Investition macht sich in zweierlei Art bezahlt: Es gibt weniger Geruchsbelästigung und die Ammoniakausstöße sind größtenteils reduziert.

CO2-Fußabdruck
Suiker Unie arbeitet an der Reduzierung des CO2-Fußabdrucks. Dieser ist ein Maß für den Ausstoß von Treibhausgasen im Laufe eines bestimmten Prozesses oder bestimmter Ketten. Dabei werden u. a. die bei der Saatgutproduktion entstehenden Treibhausgase, die Umstände des Anbaus, wie z. B. die Menge an eingesetzten Pflanzenschutzmitteln und die Düngung des Bodens, sowie der Transport der Rüben in die Zuckerfabriken berücksichtigt. Dies umfasst auch die bei der Verarbeitung der Rübe bis zum Zucker beispielsweise durch Verbrennung fossiler Energie, wie z. B. Erdgas, erzeugten Treibhausgase. Das Ziel für 2020 ist die Reduzierung des CO2-Fußabdrucks um 40 %. 

 

Kreislaufmäßiger Wasserverbrauch

Zuckerrüben bestehen zu ca. 75 % aus Wasser, das während des Herstellungsprozesses als Kondensat der Verdampfung freigesetzt wird. Dieses Wasser wird so oft wie möglich wiederverwendet, z.B. zum Waschen von Zuckerrüben oder zum Sprühen von LKWs. Nach der Reinigung wird der Überschuss an Wasser zu einem unterirdischen Wasserspeicher und dem Oberflächenwasser transportiert. Dieses gelagerte Wasser wird von den Gewächshäusern des AFC Nieuw Prinsenland zur Bewässerung der Pflanzen.

Seit 2012 nutzt Suiker Unie für den Start der Kampagne kein Grundwasser mehr.

 

Ökogas 

Suiker Unie, der größte Produzent von Ökogas in den Niederlanden. Bei der Verarbeitung von Zuckerrüben entstehen Restströme wie z. B. Rübenspitzen und Blattreste. Dieser überschüssige Zellstoff wird gegärt und produziert Energie. Damit ist Suiker Unie einer der größten Erzeuger von Ökogas in den Niederlanden. (Seit dem Start haben wir 100 Millionen m3 Ökogas in das Gasnetz geliefert, was dem Jahresverbrauch von 60.000 Haushalten entspricht).

 

Logistik

Bei Suiker Unie findet eine Vielzahl an Transportbewegungen statt. Täglich werden mit LKW viele Tonnen Zucker an Industriekunden und Verbraucherprodukte an die Verteilungszentren der Einzelhändler geliefert und die Rüben während der Kampagne von den Anbauflächen in die Zuckerfabriken gefahren. Wir möchten die dabei entstehenden Umweltfolgen weitestmöglich minimieren.

Massenguttransport mit Ökogas
Seit 2011 fahren verschiedene Bestell- und Personenfahrzeuge von Suiker Unie mit unserem eigenen Ökogas. Darüber hinaus verfügt Suiker Unie über 13 LKW, die mit einer Mischung aus Erdgas und Diesel fahren. Erdgas hat sich durch die letzten technischen Entwicklungen auch für schwerere Lastkraftwagen zu einer Alternative für Diesel gemausert.

Im Jahr 2019 haben wir begonnen, LKW einzusetzen, die mit 100% Ökogas betrieben werden. Dies werden wir in Zukunft weiter ausbauen.

Ladekapazitäten
Der Standardfuhrpark ist für Lieferungen von bis zu 33 Tonnen geeignet. Durch verschiedene Maßnahmen lässt sich die Ladekapazität auf 35 Tonnen steigern. Und dies selbstverständlich im Rahmen der geltenden Gesetze.

Bis heute werden für Lieferungen an unsere Kunden 30 Kombinationen mit einer höheren Ladekapazität eingesetzt. Dies führt dazu, dass weniger Transportbewegungen notwendig sind, was zu einem geringeren CO2-Ausstoß beiträgt. Zudem trägt der Einsatz zu einer Senkung des Staudrucks in den Niederlanden bei.

Für unsere Kunden hat eine niedrigere Anzahl an Lieferungen auch Vorteile. Hierzu gehören z. B. weniger Entladungen und dadurch eine niedrigere Belastung für Anwohner.

 

Kreislaufwirtschaft

Suiker Unie blickt engagiert weiter voraus und arbeitet daran, mit den Prinzipien der Kreislaufwirtschaft seine Roh- und Reststoffe möglichst optimal zu verwerten. Dabei versuchen wir, die beim Produktionsprozess übrigbleibenden Reststoffe maximal wiederzuverwenden und so eine maximale Verwertung zu erzielen. Organische Reststoffe und Mineralien werden weitestmöglich an ihren Ursprungsort zurückgebracht.

Noah, das erste kreislaufbetriebene Auto der Welt.
Suiker Unie fokussiert sich auf die ganze Zuckerrübe als eine Quelle für Biomasse. Das bietet enorme Chancen für andere Produkte als allein Zucker. So arbeiten wir mit an der Entwicklung von z. B. Bioplastiken aus Dicksaft, Fasern aus Rübenpulpe, Eiweiße aus Rübenblättern und Ökogas aus Rübenspitzen. So haben Studenten der Technischen Universität Eindhoven beispielsweise ein Auto gebaut, bei dem die Karosserie aus Zucker besteht.

Kreisläufe schließen 
In Biomasse-Fermentationsanlagen an den Produktionsstandorten Dinteloord, Vierverlaten und Anklam werden Rübenspitzen und andere organische Reststoffe in Ökogas umgewandelt. Der Biomasse-Fermenter ist auf verschiedene Weise mit der Zuckerfabrik verbunden. Reststoffe aus der Zuckerrübe können direkt vor Ort verarbeitet werden. Auf dem Gelände neben der Zuckerfabrik in Dinteloord entsteht Nieuw Prinsenland, ein nachhaltiger Gewerbepark und Gewächshausgartenbaugebiet. In Zukunft kann es möglich sein, das bei der Vergärung der Reststoffe freigesetzte CO2 zu nutzen oder die Restwärme aus der Zuckerfabrik in den Gewächshäusern zu nutzen.

Den nach der Gasproduktion verbleibenden Gärrückstand wird im Acker- und Gartenbau verwendet, um den Boden in einen guten Zustand zu bringen und so zu erhalten.

Es gibt mehr Möglichkeiten, Kreisläufe zu schließen. Manchmal kann dies innerhalb der eigenen Prozesse geschehen, manchmal im Austausch mit anderen. So reinigen wir beispielsweise Prozesswasser, damit es in den Zuckerfabriken als Waschwasser wiederverwendet werden kann. In Dinteloord liefern wir einen Teil des überschüssigen Wassers in gereinigter Form an nahegelegene Gewächshäuser, wo es als Bewässerungswasser verwendet wird. Das Methan aus der eigenen Wasseraufbereitungsanlage wird zum Antrieb von Dampfturbinen verwendet, was Erdgas spart.
Auf diese Weise können wir die bestmögliche Kreislaufwirtschaft sicherstellen.

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